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Reihenmischkultur nach Gertrud Franck

Reihenmischkultur von Gertrud Franck (1905-1996) entwickelt.
Form des Gemüseanbaus, bei der über einen sorgfältig geplanten Anbau von Haupt-, Zwischen-, Vor- und Nachkultur zur Verfügung stehendes Gartengelände intensiv genutzt wird.
Ziel ist die optimale Umsetzung der Prinzipien von Mischkultur und Fruchtfolge.
Anbau von Gemüse & Kräutern in Reihen.
Pro Reihe Anbau von einer Gemüseart.
In der nächsten Reihe folgt Gemüseart mit anderer Kulturdauer wobei darauf zu achten ist, dass sich die Pflanzen der benachbarten Reihen positiv beeinflussen (Mischkultur).
Durch die unterschiedlichen Reifezeiten und Kulturdauern werden die Pflanzen in drei Kulturarten eingeteilt:
  • A-Kulturen: langsam wachsendes Gemüse, das ein Beet ganzjährig (ca. Mitte Mai – Jahresende) belegt, z. B. Tomaten, Spätkohlarten, Gurken, Stangenbohnen
  • B-Kulturen: beanspruchen das Feld entweder in der 1. oder 2. Hälfte des Gartenjahres, z. B. Zwiebeln, Erbsen, Lauch, Möhren, Buschbohnen, Frühkohlsorten
  • C-Kulturen: sehr kurze Kulturdauer bis zur Ernte, Gemüse mit geringem Platzbedarf und rascher Entwicklung, bei denen auch mehrmalige Bestellung möglich ist, z. B. Kartoffeln, Salate, Kohlrabi, Radieschen, frühe Rettiche
Das Pflanzschema ist c – a – c – b.
Vorkulturen von schnell wachsenden Pflanzen meist in a-Reihen möglich, wenn sie bis Ende April das Beet wieder verlassen.
Zwischen den a-, b- und c-Reihen wird als Vorfrucht schon sehr früh im Jahr entweder Spinat oder stattdessen die Stickstoff sammelnde Ackerbohne angebaut. Diese Vorfrucht wird entweder geerntet oder als Mulchmaterial abgehackt, sobald sie in ihrem Wachstum die übrigen Gemüsepflanzen beeinträchtigt.
Der Reihenabstand richtet sich nach dem Platzbedarf der Gemüsearten, kann folglich von Reihe zu Reihe variieren, aufgrund Fruchtfolge empfiehlt sich aber ein fester Reihenabstand von 50 Zentimeter. In diesem Abstand kann dann auch im Frühjahr wie von Franck vorgesehen der ganze Garten mit Spinat eingesät werden.
Typisch in der Reihenmischkultur ist das ständige Mulchen, wofür entweder Rasenschnitt, Blattabfälle oder, zum Mulchen besonders geschätzt, Pflanzen der Gattung Beinwell, was zu einem lockeren, humusreichen Boden führt.
Verglichen mit anderen Methoden ergibt sich in der Reihenmischkultur ein höherer Ertrag. Dafür ist der Arbeits- und Planungsaufwand höher. Ist ein Gartenplan jedoch einmal erstellt, reduziert sich der Aufwand erheblich, da das Prinzip der Fruchtfolge durch bloßes jährliches Verschieben der Reihen eingehalten werden kann.

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